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My first tweet – Waybackmachine für Twitterati

Eine kurze Notiz ist die Seite myfirsttweet auf jeden Fall wert, denn mit Ihrer einfachen Funktionalität sticht sie aus dem Chaos an Twitter-Tools mühelos heraus. Mit myfirsttweet lassen sich nämlich keine Nutzerstatisiken erzeugen oder Reichweiten berechnen. Auch anderen nützliche Funktionen sind hier fehl am Platze. Myfirsttweet ist eine simple Waybackmachine für Tweets – hier einige Beispiele (ohne Gewähr):

Jack Dorsey [jack]: just setting up my twttr 2006-03-21

billgates: Requesting that we make a Twitter Gadget 2007-02-09

mattcutts: fed the cats. they were hungry! 2007-04-01

petecashmore: Recovering from nearly two weeks off ill – seems like forever. Thanks to those who babysat my blog. ;) 2007-12-08

heatherHarde: @TechCrunch tx, time flies when you’re having fun :-) 2009-04-03

burnmyfeed: just listening to mumford and sons http://bit.ly/4BYr42 and creating the burnmyfeed twitter – it’s all about social media 2009-11-05

Hier wird deutlich, wer zu den Early Adopters gehört und wer nicht ;)

Das neue iPad – Hysterie, epochaler Wandel oder Nischenprodukt

Wird das neue iPad die Rezeption von Internet-Inhalten revolutionieren? Ist das Paid-Content Problem, also die Schwierigkeit bei der Monetarisierung von (Verlags-)Inhalten, bald Gesichte? Als Kolateralschaden des neuesten Apple-Produktes sehen einige digital gewordenen Printmedien in ihren Online-Ressorts gar das Web 2.0 oder gleich das ganze Google-Universum.

Eines steht fest: Der Produkt-Launch des iPads war erfolgreich. Doch was bleibt von der anfänglichen Hysterie. Online-Buzz ist eine vergängliche Sache – oder wer schreibt noch über das Nexus One?

Vorgeschichte des iPad-Hype

Die Produktidee von Apple, einen Tablet-PC zu kreieren, ist nicht neu. Eine wunderschöne Fotoserie dazu hat chip.de unter dem Titel “Die erfolglosen Ahnen des iPads” eingerichtet. Seit 1983 also versucht Apple schon, einen Markt für Tablets zu schaffen. Was sind die Argumente für den endgültigen Durchbruch einer im Prinzip alten Idee?

Medienstimmen zum iPad – was uns Headlines erzählen

”Es ist ein Kindle-Killer” (sueddeutsche.de)

“Bindeglied in der Geräte-Evolution” (focus.de)

“Apple Introduces iPad Tablet Device” (mashable.com)

“Get real, geeks – The iPad is the Apple for Mum, not you” (eu.techcrunch.com)

“Basic Flashback: Noch braucht kein Mensch das iPad – die Verlage schon” (basicthinking.de)

Man bemerkt – mit der Technik- und Internet-Affinität der Autoren schwindet die Hysterie aus den Headlines. Technisch ist das iPad keine Revolution. Trotzdem: Ein Fortschritt kündigt sich an!

Verlage wittern eine Chance

Die von Ideenlosigkeit geprägte Diskussion um Paid Content erfährt durch das iPad neuen Schwung. Apple spielt den neuen Gatekeeper – und zwar vor Google. Die Idee: Wer das entsprechende App besitzt, braucht den Suchschlitz von Google nicht mehr. Die eigene Vorrecherche via Google wird obsolet. Das Internet wird endlich wieder übersichtlicher, die klassischen Medien überschminken ihren verblassten Teint und gelangen zur alten Strahlkraft und Inhalte bringen endlich auch im Interent den benötigten ROI.

Ob diese Vorstellung jedoch so eintritt, bleibt zu bezweifeln. Dazu ist das iPad nicht genug Massenprodukt. Aber zumindest liefert es eine Denk-Richtung, die für klassische Verlage nicht ganz uninteressant ist: Das gute alte Abo wird englich digital erfolgreich!

Umringt von Experten – was zeichnet einen Social Media Experten wirklich aus?

Die Zahl der Social Media Experten, Ambassadors, Evangelists – schlicht allen Menschen, die eine Expertise in Social Media anbieten – ist in den letzten Jahren so rasant gestiegen, wie in wohl keinem anderen Search-Marketing-Bereich.

Wer unter diesen Umständen auf einer Domain wie www.social-media-expert.com publiziert, muss sich natürlich irgendwann zu diesem “Problem” äußern. Wie trennt sich die Spreu vom Weizen? Was macht einen kompetenten Social Media Experten aus? Doch erst noch einmal zu den Hintergründen.

Die Zahlen

2007-2008 findet Google für den Begriff “Social Media Expert” 28.000 Treffer weltweit, 16 Seiten auf Deutsch und 27 Seiten aus Deutschland. Ein Jahr später – also im Zeitraum zwischen 2008 und 2009 findet Google 86.800 Treffer weltweit, 87 Seiten auf Deutsch und 195 Seiten aus Deustchland. Nach dem Social Media Trendjahr 2009 findet Google nunmehr 274.000 Treffer für “Social Media Expert” weltweit, 394 auf Deutsch und 358 Seiten aus Deutschland.

Sehr beeindruckend sind die Zahlen für den deutschen Begriff “Social Media Experte” (also mit einem “e”):

  • 2007-2008 – 73 Treffer weltweit
  • 2008-2009 – 271 Treffer weltweit
  • 2009-2010 – 12.700 Treffer weltweit

Da scheit sich doch im letzten Jahr die Expertise von vielen “Online-Beratern” in die Richtung “Social Media” bewegt zu haben! Wie erkennt man nun fähige Berater? Was muss ein Social Media Experte wissen?

Mut zur Lücke

Das Internet ist eine sehr dynamische Geschichte. Das sogenannte Web 2.0 und und seine Auswirkungen auf die Vernetzung von Menschen und Informationen treibt immer schneller neue Blüten. Die einen etablieren sich, die anderen enden als Fußnote im Archiv.

Ein Social Media Experte kann also nie ein Alleswisser sein. Wer vorgibt “alles” zu wissen und auf jede Frage sofort eine passende Antwort liefert, macht sich verdächtig.

Eigene Aktivitäten im Social Web

Nicht jeder der 3.000 Freunde auf Facebook bestitzt, 100 Tweets am Tag setzt oder einen 12 Jahre alten Blog besitzt ist ein Social Media Guru. Social Spam ist eben auch Spam.

Trotzdem sollte sich ein Social Media Experte problemlos durch die bekanntesten Netzwerke und Communities bewegen können, im Backend von Facebook, Myspace oder Twitter zuhause sein und wissen, wo Detailinformationen zu finden sind. Im schnellen Social Web zählt praktisches Wissen, denn Theorie ist immer von gestern.

Er sagt auch mal “lohnt sich nicht”

Nicht alle Social Media Kanäle sind für jedes Unternehmen oder alle Themen empfehlenswert. Einige eignen sich v.a. für PR-Zwecke, die anderen für Sales oder CRM. Expertise zeichnet sich in diesen Fällen eben auch im “Nein-Sagen” aus.

ROI, Metrics und CPL

Die Marketing-Wirkung von Social Media Aktivitäten lassen sich messen. Dazu ist allerdings spezielles Wissen nötig, die Kenntniss von Tools und ein Überblick über Zusammenhänge im Zusammenspiel von Social Media Marketing und anderen Formen des Online-Marketings. Wer also nach der Frage des ROI nicht gleich rot anläuft und das Weite sucht, könnte die richtige Wahl sein.

Geek oder Nerd?

Social Media Experten müssen vor allem eines besitzen: Kenntnisse über soziale Zusammenhänge und deren Ausprägungen – technisch und inhaltlich – im Internet. Wer diesen Bogen schlagen kann, kann auch das Potentzial von Marketingmaßnahmen auf Facebook und Co. einschätzen. Doch dieses Wissen erhält man nicht nur durch das Lesen von Blogs, das Studium der Myspace AGBs oder irgendwelchen Videos über Twitter bei Youtube. Social Media Experten treffen sich auch mal in der “realen” Welt, tauschen sich aus und trinken ein Bier zusammen.

Links aus Facebook und Twitter relevant für SEO

Die Frage ist nicht neu: Wie bewertet Google Links aus Facebook und Twitter? Wie bewertet Google Links aus Socials allgemein?

Die Antwort schon! Matt Cutts plaudert im ersten Video dieses Jahr über seine Haare und die Bewertung von Facebook- und Twitter-Links.

Die Essenz des Videos: Google bewertet Links aus Facebook, Twitter und anderen Social Media nicht anders als Links von jeder anderen Seite. Bedeutendster Faktor bei der Bewertung ist auch hier die “Reputation” des zu bewertenden Links, der sich u.a. im Pagerank widerspiegelt.

“At least in our web search (our organic rankings), we treat links the same from Twitter or Facebook or, you know, pick your favorite platform or website, just like we’d treat links from Wordpress or .edus or.govs or anything like that.” (Matt Cutts)

Einschränkungen – nicht jeder Link zählt

Was Matt Cutts jedoch betont ist die “Öffentlichkeit der Links”. Wird der Google Crawler ausgeschlossen, kann der Link folglich nicht bewertet werden und hat keinen Einfluss auf das Ranking der verlinkten Seite. Links von nicht-öffentlichen Profilen oder geschlossenen Twitter-Accounts haben also aus SEO-Sicht keinen positiven oder auch negativen Impact auf eine Seite.

Des Weiteren gibt er zu bedenken, dass die meisten Twitter-Links nofollow seien (wobei nicht unbedingt geklärt ist, ob die Befolgung des Nofollow-Attributs aus Social Media möglicherweise flexibel gehandthabt wird) . Auf die Bewertung von Links, die durch URL-Shortener gekürzt bzw. angepasst wurden, geht Cutts leider nicht ein. Doch gerade die Bewertung dieser beiden Aspekte sind für das Linkbuilding via Social Media von Bedeutung.

Keine großen Neuigkeiten

Matt Cutts gibt in seinem neuesten Video zwar eine lange erwartete Antwort zu Links aus Social Media und deren Bewertung , doch seine Informationen bestätigen lediglich die Annahmen aus SEO- und SMO-Kreisen. Keine Neuigkeiten also, aber zumindest eine Bestätigung.

Drübergestolpert: BookMooch

Auch gute Bücher soll man nur einmal lesen… denn es gibt genügend von ihnen…

Meine heutige Entdeckung, die ich im StumpleUpon-Universum gemacht habe, ist in der Tat “really social” und zwar BookMooch – Eine Gemeinschaft zum Austausch von gebrauchten Büchern.

BookMooch bietet die Möglichkeit, den ungeliebten Bildungsschinken aus dem Ikearegal zu verbannen und stattdessen einen trendy Trashroman zu ergattern. Ganz einfach und fair.

Wem es jetzt zu kalt für den Flohmarkt ist oder der Weg zum Antiquariat zu verschneit, sollte in die Buchtauschgemeinschaft eintreten und dort sein Glück versuchen. Wer weiß, vielleicht tauscht jetzt gerade jemand ein Buch ein, das in einem fremden Bücherregal darauf gewartet hat, dein Leben zu verändern…

Der Blog zum Projekt BookMooch und der dazugehörige Vogel.