Wird das neue iPad die Rezeption von Internet-Inhalten revolutionieren? Ist das Paid-Content Problem, also die Schwierigkeit bei der Monetarisierung von (Verlags-)Inhalten, bald Gesichte? Als Kolateralschaden des neuesten Apple-Produktes sehen einige digital gewordenen Printmedien in ihren Online-Ressorts gar das Web 2.0 oder gleich das ganze Google-Universum.
Eines steht fest: Der Produkt-Launch des iPads war erfolgreich. Doch was bleibt von der anfänglichen Hysterie. Online-Buzz ist eine vergängliche Sache – oder wer schreibt noch über das Nexus One?
Vorgeschichte des iPad-Hype
Die Produktidee von Apple, einen Tablet-PC zu kreieren, ist nicht neu. Eine wunderschöne Fotoserie dazu hat chip.de unter dem Titel “Die erfolglosen Ahnen des iPads” eingerichtet. Seit 1983 also versucht Apple schon, einen Markt für Tablets zu schaffen. Was sind die Argumente für den endgültigen Durchbruch einer im Prinzip alten Idee?
Medienstimmen zum iPad – was uns Headlines erzählen
”Es ist ein Kindle-Killer” (sueddeutsche.de)
“Bindeglied in der Geräte-Evolution” (focus.de)
“Apple Introduces iPad Tablet Device” (mashable.com)
“Get real, geeks – The iPad is the Apple for Mum, not you” (eu.techcrunch.com)
“Basic Flashback: Noch braucht kein Mensch das iPad – die Verlage schon” (basicthinking.de)
Man bemerkt – mit der Technik- und Internet-Affinität der Autoren schwindet die Hysterie aus den Headlines. Technisch ist das iPad keine Revolution. Trotzdem: Ein Fortschritt kündigt sich an!
Verlage wittern eine Chance
Die von Ideenlosigkeit geprägte Diskussion um Paid Content erfährt durch das iPad neuen Schwung. Apple spielt den neuen Gatekeeper – und zwar vor Google. Die Idee: Wer das entsprechende App besitzt, braucht den Suchschlitz von Google nicht mehr. Die eigene Vorrecherche via Google wird obsolet. Das Internet wird endlich wieder übersichtlicher, die klassischen Medien überschminken ihren verblassten Teint und gelangen zur alten Strahlkraft und Inhalte bringen endlich auch im Interent den benötigten ROI.
Ob diese Vorstellung jedoch so eintritt, bleibt zu bezweifeln. Dazu ist das iPad nicht genug Massenprodukt. Aber zumindest liefert es eine Denk-Richtung, die für klassische Verlage nicht ganz uninteressant ist: Das gute alte Abo wird englich digital erfolgreich!

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