
Unerwartet populär: Herr oder Frau Twittmann.
Paid digital Content vs. free digital Content und die Rolle von Social Networks bei der Distribution von Webinhalten
Die realen Nutzerzahlen und die tatsächliche Reichweite von twitter sind umstritten. Trotzdem gehört twitter.com zu den unübersehbaren Gewinnern der deutschen Websphäre 2009. Auch die klassischen Medien in Deutschland können sich mittlerweile dem Online-Buzz um twitter und Social Media nicht mehr entziehen. Jüngstes Beispiel hierfür ist die “Innovationsoffensive” der “Welt Kompakt”.
Paid vs. Free Content
Man ahnt, dass vor allem die Printmedien eine zweite Chance wittern, doch noch lukrativ in den Online-Markt zu starten. Derweil wird weiter nach Formen der Monetarisierung von Content gefahndet – die Gretchenfrage vieler deutscher Verlagshäuser. Das Aussterben klassischer Tageszeitungen zeichnet sich schon am us-amerikanischen Horizont ab. Die Leserschaft indessen scheint unschlüssig, ob und welchen Wert Content im Netz beizumessen ist:
- “Consumers have their say: 80 percent won’t pay for digital content…” (newjerseynewsroom.com – Studie: Forrester Research)
- “Paid Content: Studie belegt Zahlungsbereitschaft der User…” (horizont.net – Studie: Boston Consulting Group)
Neue Modelle für ein überkommenes System?
Die Unentschlossenheit vieler Leser mag u.a. auch darin begründet sein, dass zwar die Meinung vorherrscht, Qualität müsse etwas kosten, die digitale Praxis am Beispiel Wikipedia jedoch zeigt, dass guter Content keineswegs bezahlt werden muss (Spenden ausgeschlossen). Doch gerade bei hochspezifischen Fachartikeln, die über einen Lexikoneintrag hinausgehen oder bei tagesaktuellen Inhalten befindet sich das System “Wikipedia” (Crowdsourcing) ebenfalls vor einer Herausforderung.
Welche Wege gehen die Verlage?
In den USA eskaliert inzwischen die Lage. Die Frage ob “paid oder free digital content” wird zwischen Verlagen und Google ausgefochten. An vorderster Font der Medienunternehmer Rupert Murdoch, der damit droht, gar alle Inhalte seines mediennetzwerkes vor einer Google-Indizierung zu sperren, um auf diese Weise Konsumenten in zahlende Kunden zu konvertieren.
Jon Miller – News Corp. Ditial Chief – geht sogar noch einen Schritt weiter: “We can follow Wall Street Journal readers on twitter and other social networks if we have to [...]“. Dort könnten interessierte Leser leichter in Kunden verwandelt werden.
Konzeptionelle Lösungsansätze in der Diskussion um paid vs. free content sind hingegen noch Mangelware. Fakt ist, eine gute Qualität von Inhalten hat ihren Preis. Ich denke, da widerspricht kaum ein Blogger…

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[...] Nischenprodukt Wird das neue iPad die Rezeption von Internet-Inhalten revolutionieren? Ist das Paid-Content Problem, also die Schwierigkeit bei der Monetarisierung von (Verlags-)Inhalten, bald Gesichte? Als [...]
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